Aktuelle Forschung

  

Neues ZIM KF Projekt »HoloDisplay«

 

Gemeinsam mit vier Partnern bearbeitet das IDM seit Jahresbeginn das ZIM-Kooperationsprojekt »Polarisationssensitive Ablenkelemente für Holo3D Displays«. Das Projektziel besteht in der Entwicklung von Technologien zur Herstellung schaltbarer Multiplexing-Elemente für holografische 3D-Displays auf Basis neuartiger holographischer Volumengitter. Im Gegensatz zu bekannten Displays erlauben diese Displays eine 3D-Darstellung mit beliebigen Tiefen. Die zu entwickelnden Displays zeichnen sich durch eine unbegrenzte 3D-Tiefenschärfe, hohe laterale Auflösung und ein großes Sichtfeld aus. Vergleichbare Displays gibt es bisher nicht. Das zweijährige Teilprojekt des IDM umfasst die Synthese maßgeschneiderter Monomerer sowie Homo- und Copolymerer auf Methacrylat-Basis.

Die Kooperationspartner sind: SeeReal Technologies GmbH, Dresden; Fraunhofer Institut für Angewandte Polymerforschung, Potsdam-Golm; UP Transfer GmbH an der Universität Potsdam; SYNTHON Chemicals GmbH & Co. KG, Wolfen. Mit dem Zentralen Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie marktorientierte technologische Forschungs- und Entwicklungsprojekte der innovativen mittelständischen Wirtschaft in Deutschland.

 

Neue Co-Polymere für Polyether-Kautschuke im Fahrzeug- und Maschinenbau

 

Elastomer-Formteile sind wegen ihrer Deformierbarkeit und schnellen Rückstellung wichtige Konstruktions- und Funktionselemente im Fahrzeug- und Maschinenbau und finden sich in Dämpfungs- und Antriebsteilen, Dichtungen oder Reifen.
Die Industrie akzeptiert von den Zulieferern in immer stärkerem Maße nur noch Formteile die verschiedene Funktionseigenschaften gleichzeitig realisieren, wie z.B. hohe Quellbeständigkeit gegen Öle und Kraftstoffe, ausgezeichnete Kälteflexibilität, hohe thermische Belastbarkeit, beste Wetter- und Ozonbeständigkeit, geringste Gasdurchlässigkeit und gutes Brandschutzverhalten.
In Polyethern sind zwei Kohlenstoffatome alternierend durch ein Sauerstoffatom verknüpft, wobei durch chemische Abwandlung der Polymerkette das Werkstoffverhalten justiert werden kann. Ziel des Projektes ist die Entwicklung neuer Propylenoxid-Glycidylether-Co-Polymere mit vernetzbarer C-C-Doppelbindung im Substitutionsmuster, wobei das Co-Monomer aus einfachen Ausgangsstoffen aufgebaut werden soll.

Ansprechpartner: Dr. Hans-Detlev Gilsing

 

PPA-Litho-Projekt: Erste Beispiele für die Anwendung der neuen PPA-Resists

 

In dem Eurostar-Projekt arbeiten Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zusammen. Inzwischen ist es gelungen,
die recht aufwändige Synthese der Polyphthalaldehyde (PPA) zu optimieren und in die Klein-Produktion zu überführen.
Aus den Polymeren werden mittlerweile unterschiedliche Resistmuster hergestellt. Diese wurden bei der Swisslitho AG mit dem
Nano-Frazor mit sehr guten Ergebnissen getestet. Das Prinzip ist einfach: Die Resistschicht wird mit einer heißen Nadel abgerastert,
bei jedem Tipp verdampft das thermolabile PPA, dadurch werden die Strukturen in die Schicht übertragen. PPA-Resists werden auch
Hinsichtlich ihrer Eignung als positiv arbeitender E-Beamresist untersucht. Erste Ergebnisse der Allresist GmbH mit der Firma Raith
zeigen, dass auch eine Strukturierung mittels Elektronenstrahlen möglich ist.

Die Forschungsarbeiten gehen auch nach Abschluss des Projektes weiter. Mittlerweile ist »Phoenix 81« auf dem Markt und erfreut sich wachsender Nachfrage. Gleichzeitig erfolgen weitere Testungen, um das Spektrum der Anwendungen zu erweitern. Hierfür sind spezifische Materialanpassungen notwendig, die das IDM gemeinsam mit SwissLitho und Allresist durchführt.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Köpnick
Quelle: Matthias Schirmer, www.allresist.de

 

Fortschritte in der Metaboliten-Synthese


Ständig kommen neue Weichmacher auf dem Markt, ständig ist der Mensch neuen Schadstoffen oder anderen chemischen Verbindungen ausgesetzt. Die Analytik erlaubt es, immer geringere Mengen von Abbauprodukten von Stoffen aus Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs nachzuweisen. Damit rücken immer wieder neue Metabolite in den Fokus der Toxikologie.
Das Spektrum der Referenzmaterialien kann nunmehr auf neue Stoffgruppen – vor allem strukturanaloge aromatische Carbonsäurederivate – ausgedehnt werden.

So wurden im IDM neue Metabolite von Verarbeitungshilfsstoffen hergestellt, die Synthesen von Standards für Antioxidatien oder Sonnenschutzmitteln sind bereits erfolgreich entwickelt und erste Muster den Kunden zur Verfügung gestellt.

In über 40 namenhaften Publikationen wird das IDM als Metabolitenentwickler genannt. Mittlerweile vertreibt das IDM seine Forschungs- und Entwicklungsergebnisse weltweit, von Japan bis nach Amerika.
 
Ansprechpartner: Dr. Hans-Detlev Gilsing  

   

nach oben