Aktuelle Forschung

  

PPA-Litho-Projekt: Erste Beispiele für die Anwendung der neuen PPA-Resists

 

In dem Eurostar-Projekt arbeiten Unternehmen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland zusammen. Inzwischen ist es gelungen,
die recht aufwändige Synthese der Polyphthalaldehyde (PPA) zu optimieren und in die Klein-Produktion zu überführen.
Aus den Polymeren werden mittlerweile unterschiedliche Resistmuster hergestellt. Diese wurden bei der Swisslitho AG mit dem
Nano-Frazor mit sehr guten Ergebnissen getestet. Das Prinzip ist einfach: Die Resistschicht wird mit einer heißen Nadel abgerastert,
bei jedem Tipp verdampft das thermolabile PPA, dadurch werden die Strukturen in die Schicht übertragen. PPA-Resists werden auch
Hinsichtlich ihrer Eignung als positiv arbeitender E-Beamresist untersucht. Erste Ergebnisse der Allresist GmbH mit der Firma Raith
zeigen, dass auch eine Strukturierung mittels Elektronenstrahlen möglich ist.

Ansprechpartner: Dr. Thomas Köpnick
Quelle: Matthias Schirmer, www.allresist.de

 

Fortschritte in der Metaboliten-Synthese


Ständig kommen neue Weichmacher auf dem Markt, ständig ist der Mensch neuen Schadstoffen oder anderen chemischen Verbindungen ausgesetzt. Die Analytik erlaubt es, immer geringere Mengen von Abbauprodukten von Stoffen aus Gebrauchsgegenständen des täglichen Bedarfs nachzuweisen. Damit rücken immer wieder neue Metabolite in den Fokus der Toxikologie.
Das Spektrum der Referenzmaterialien kann nunmehr auf neue Stoffgruppen – vor allem strukturanaloge aromatische Carbonsäurederivate – ausgedehnt werden. So werden seit 2016 im IDM neue Metabolite von Konservierungsstoffen hergestellt, die Synthesen von Standards für Antioxidatien oder Sonnenschutzmitteln sind angefragt und werden vorbereitet.

Ansprechpartner: Dr. Hans-Detlev Gilsing

 

Polarisationselemente für den NIR-Bereich

 

Das ZIM-Kooperationsprojekt zielt darauf ab, der optischen Sensorik und Messtechnik neuartige, preisgünstige Polarisationselemente
für den nahen Infrarotbereich zwischen 800 nm und 900 nm zur Verfügung zu stellen. Solche Elemente vermindern deutlich die
Störanfälligkeit bestehender Systeme gegenüber Rauch und sind in der Lage, transparente Objekte zu detektieren und ermöglichen
somit neue Anwendungen. Das IDM versteht sich in diesem Projekt als Schnittstelle zwischen Chemie und Physik, wobei die
Grundmischungen und zwei optische Elemente auf Folien kostengünstig für ein Rolle-zu-Rolle-Verfahren entwickelt und abschließend
charakterisiert werden sollen. Dafür stehen Know-How zu flüssigkristallinen und Grenzflächen-Wechselwirkungen, diverse Filmpräparations-
und Bestrahlungseinrichtungen, polarisierte UV/Vis Spektroskopie, sowie Messtechnik zur Charakterisierung des Phasenverhaltens und der Doppelbrechung zur Verfügung. Die Einzelelemente konnten erfolgreich bei Substratgrößen von bis zu 140 × 180 präpariert werden,
die Kombination zum Stack ist demnächst geplant.

Ansprechpartner: Dr. Regina Rosenhauer

 

   

   

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